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Bridge & Brunch 2013

Best of Summer Top of Bridge

Es erstaunte kaum, dass der Reiz des Spiels wiederum einen bunten Blumenstrauss dezent gekleideter Damen zum jhrlichen Bridge and Brunch ins Restaurant Schnbhl in Schaffhausen verfhrte. Auch einige wenige Herren der Schpfung waren anwesend, sie glnzten eher an Bescheidenheit, waren aber bemht, mit ihren Ehepartnerinnen in der Regelauslegung wohldosierte Akzente zu setzen.

Nach dem liebevollen Morgengruss unserer Prsidentin konnten wir nun unsere taufrischen Betriebssysteme mit den schpferischen Kstlichkeiten des geschmacklich reizvollen Brunch-Buffets auffrischen. Die lukullische Verfhrung lsst einigen von uns in unserer Suche nach der Mythologie des Jungbrunnens sogar kurz Einhalt gebieten. Aber wir wissen aus Erfahrung, dass gewiefte Spielernaturen  sich eben diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und gerne die Ausnahme der Regel besttigen: Kstliches Essen ist eine Angelegenheit des Herzens. Das Vorspiel zu unserem Bridge-Turnier somit perfekt.

Nach einer kurzen Pause auf der Terrasse machte sich leichte Nervositt bemerkbar, ein sprbares Zeichen dafr, dass das Upgrading unserer Grauzellen erfolgreich war. In aufgerumter Stimmung frohlockten wir zu den Spieltischen, wo uns unsere Spielleiterinnen Anne Barbato und Sheila Zeller in ihre Obhut nahmen und somit den Start zum unbndigen Siegeswillen freigaben.

Streng aufgetischt lagen sie nun vor uns:

als Relikt der Begierde.          

Wie auch immer diese Farben und Figuren in berechnende Szenen und damit untrgliche Entscheidungen umgesetzt werden, sie charakterisieren nun in jedem Spiel die Moralkeule der Vernunft oder Unvernunft.  Sie verlangen Leidenschaft und lsen auch Ehrfurcht aus. Sie entmystifizieren die vermeintliche Magie des Kartenzaubers.

Als Relikt der Zauberformel"  bezaubern diese verflixten 52 Kartenbilder unsere mentalen Strken. Ob Herz, Pik, Kleeblatt oder Ecken, sie sind nicht der Voodoo-Zauberei verschrieben, sondern besttigen, ob gewollt oder ungewollt, unser sehnschtiges Verlangen nach Disziplin. Sie sind das Ritual der Magie des Spiels zu unserem Glck.

Als Relikte der Pausenverfhrung,   

mit denen wir unsere Energie der Spielinspiration wieder auffrischen.

Sie haben alle gemeinsam, dass sie variantenreiche Betrachtungsweisen verlangen, die mit mental eingebten klassischen Ansagen und Antworten abgerufen werden knnen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Soll man nun im tristen Einheitsbrei der Regeln einfache Disziplin ben, oder die rosa Brille aufsetzen und Bergen, Michaels, Landy oder andere Spezialregeln lizitieren? Eines ist sicher, die Resultate werden immer kritisch unter die Lupe genommen, dabei wird eindeutige und zweideutige Gestik gebt. Auf Ost-West brillierten diesmal unsere bewhrten Spielerinnen Alice Schuppli und Paula Schudel mit 71,06 %. Auf Nord-Sd hielten Anne Barbato und Sheila Zeller ihre Gegnerpaare mit respektablen 58,33 % im Schach. Herzliche Gratulation den beiden Siegespaaren.



Ganz besonders freuten wir uns ber Paula, die zugleich mit ihrem Sieg ihren Geburtstag feiern konnte und zur Freude aller Anwesenden ihr Glck mit ihren herrlich mundenden Schlaatemer Rickli nicht verheimlichen konnte. Glckwunsch!

Herzlichen Dank der Spielleitung und allen die mitgeholfen haben, dass wir dieses gelungene Turnier in gemtlicher Stimmung miterleben durften. Wir freuen uns aufs nchste Jahr ...

Peter Ganz 

(Fotos: Christine Thum)