dotcomwebdesign.com
Home > Berichte > Schwarzwald 2012
 

Schwarzwald 2012

Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Farben ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel




Traditionelles Schaffhauser Herbst-Bridgewochenende
18. bis 21. Oktober 2012

Text: Silvia Mathieu
Bilder: Christine Thum

Genau so war jeder Tag dieses wunderbaren langen Wochenendes im Hochschwarzwald! Die gemütliche Anfahrt durch die bunten Wälder, die schmucken Gemeinden, bis das prächtige Hotel Hirschen vor uns stand. Vierzig Bridge-Engel – daran lässt Petrus keinen Zweifel – reisten am Donnerstag oder Freitag nach Fischbach, Gemeinde Lenzkirch im Hochschwarzwald, bei allerschönstem Altweibersommer. In den gemütlichen Schlafstuben waren Nachthemd und Zahnbürste schnell versorgt, und schon lockte die Natur – wozu ja Hunger auch gehört. Und dann gings los!

Ein Treff!
Kartenmisch-gewetzte Finger, lizitregeln-gedankenvoll, die Herzen gefüllt mit Hoffnungen, am Sonntag die schönen Siegerpreise oder am Ende gar den noch schöneren Trostpreis nach Hause nehmen zu dürfen... Das Hotel stellte uns eigens eine „Spielstube“ zur Verfügung, von Paula und Huguette längst bridgemässig bestückt, so dass vor lauter Konzentration bald alle Köpfe dampften. Und kaum waren die ersten Runden gewonnen – oder halt eben nicht –, gabs leckere Kuchen, buttrige Brezeln und Kaffee.

Ein Sans!
Die Abendessen waren so fein und so reich (dicke, frische Forellen, zartes Schwarzwaldwild, feinstes Pilzgericht, hausgemachte Spätzle, Kalbshackrahmbraten, Käseschnittchen, leckere Gemüse, gebrannte Creme, knackigen Salat, Kaiserschmarrn, Cordon bleu und himmlische Suppen!), dass manch eine Spielerin beim anschliessenden halben Abend-Turnier zwecks Wohlsein heimlich einen Knopf öffnete. Bis zum Schlummertrunk danach war zum Glück schon alles etwas tiefer gerutscht.

Zwei Treff!
Nach dem reichhaltigen Zmörgele ward wieder eifrig gespielt, verpasst, Lizit verstanden oder auch missverstanden, gehofft und gewonnen. Und nach den leckeren Streuselkuchen blieb jeweils genug Zeit für einen Bummel nach Schluchsee oder hoch zum Aussichtsstein, wo beim Rundblick obiges Gedicht Blick und Herzen füllte.

Zwei Pik!
Sonntags früh waren alle Bridgeteppiche weg, die Bietboxen versorgt, die grossen Tische dafür mit Gaben gefüllt wie an Weihnachten. Allerliebst verpackt, warteten Preise wie Pflegesets, Spielkarten, Honigtöpfe und Agenden zum Jahreswechsel, Wein und Sekt und lustige Löffel, Taschenlampen, Leckereien; kurz, es zeigte sich: Es gab nur Siegerinnen und Sieger! Huguette und Paula hatten sämtliche Resultate gesammelt, die Leistungen im Gesamten errechnet, und nun durften wir alle eine Gabe abholen. Ja, die fürsorglichen Turnierleiterinnen hatten sogar überzählige Päckli gemacht, so dass wirklich alle etwas „aussuchen“ durften.

Pass! Ich weiss nicht, was soll das bedeuten!
Uns Spielenden lief vielleicht nicht alles wie am Schnürchen, hingegen war die Organisation des ganzen Wochenendes unschlagbar! Huguette, Paula und Alice hatten uns in ein gastfreundliches, schönes und preislich umwerfend günstiges Haus in Gottes schönster Natur geführt, wir waren alle Tage von früh bis spät verwöhnt worden, sie hatten Gönnerschaften für die Preise gefunden und auch selbst noch manches gespendet, und selbst wenn die hohe Technik des Computers bockte, haben sie nie die Nerven verloren.

Vier minus – in Gefahr!
Wir danken euch Organisatorinnen von Herzen für dieses unvergesslich schöne Bridgewochenende und buchen gerne schon fürs nächste! (Und herzlichen Dank auch für die geschenkten Punkte beim Fehllizit– sie taten uns sooooo gut, vor allem, als ihr Zwei am Ende so herzlich darüber lachen konntet, zusammen mit uns allen!).

Für die Resultate hier klicken.
Hier geht es zum Fotoalbum.