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Schwarzwald 2019


Bridge widerspiegle die Welt, die Vielfalt des Lebens, las ich einst. 


Knackiger Feldsalat, würzige Kürbissuppe, ein herzliches Willkomm des Bräunlinger Lindenhof-Teams – so gut startete unser Bridgewochenende. Im Stübchen hatten Club-Heinzelfrauen und –männer bereits die Spielutensilien verteilt; Anne Barbato fehlte. 
Die Leitungen für die Turniere wurden spontan von Hildegard Strauss und Huguette Nater übernommen, Susi Helbling assistierte. Und unsere langjährige Turnierleiterin Anne fehlte.  
Am Donnerstag rangen 24, ab Freitag 32 Spielerinnen und Spieler konzentriert um Punkte und Sieg. Die Spiele waren bunt, manchmal überraschend, immer spannend. Etliche Verteilungen forderten uns erheblich; alle können im Netz nachgelesen werden, so wie auch die Resultate (hier klicken).



Familie Dury und ihr Team verwöhnten uns wieder mit feinster Kost von frischen Forellen bis Schwarzwälder Torte, offerierte abends den Willkomm-Umtrunk, ein andermal einen „TT“ – Turnier-Turbo! Auf die Geburtstage von Anne-Lise Zimmermann und Conny Lehmann durften wir mit den von ihnen gespendeten Aperos anstossen. Marie-Pierre spendierte aus gleichem Anlass einen Schlummertrunk für Alle. Und so nebenbei: Punkto Zipärtli kamen wir ebenfalls nicht zu kurz.
Katharina und Heinz Läuppi haben auch in diesem Jahr alles prima und umsichtig organisiert, unterstützt vom Vorstand samt Helfenden.

Wir danken allen von Herzen. 

Wettermacher Petrus und der grosszügig eingeteilte Spielplan gestatteten himmlische Nachmittagsbummel. Im Schmuckladen wurden wir mit Sekt empfangen; zur Heiligen Ottilie war ein raschelnder Blätterteppich ausgelegt; an den Fenstern blühten die Geranien noch fast meterhoch. Und wer hat eigentlich diesen unglaublich riesigen Riesen-Wiesen-Champignon gefunden? 
In Gedanken nahmen wir unsere so plötzlich verstorbene liebe Kameradin Anne Barbato überallhin mit. 



Am warmen Samstagnachmittag bot Bräunlingen gleich zwei Schauspiele. Vom Ottilienhügel her bimmelte es plötzlich. Blumenbekränzte Kühe, Kälbchen, Geissli, Sennenhunde und Trachtenleute zogen dem Dorf zu, zuhinterst ein Brückenwagen, auf dem eine  Handvoll Leute lüpfig musizierte. Dann tuteten die Feuerwehrwagen durchs Städtchen dem Stadttor zu, wo ein Auto mitten im Tor in Not geraten sei... Weil alles fiktiv war, zog bald auch die Feuerwehr fröhlich wieder ab. Inszeniert wurde dies alles natürlich nur für uns, dieweil wir uns auf den Bänken vor dem Lindenhof an der warmen Sonne labten...



Am „Sträucherweg“ unterhalb der Kirche St. Remigius steht auf einem Baumstrunk eine grosse Holzkugel; die Welt. In ihrem Innern eingeschnitzt sind Menschen bereit, herauszutreten, ins Leben. Einige Schritte weiter klettern sie – kleinere, grössere, dickere, dünnere –, ebenso ins Holz geschnitzt, einen Baumstamm hoch und zuoberst auf dem Strunk stehen sie im Kreis und tragen gemeinsam die Kugel. Die Welt. Das Leben... 

                 

Eingefangen in einem Kartenspiel?
Jedes Jahr hat 52 Wochen, aufgeteilt in 4 Jahreszeiten zu je 13 Wochen.  
Das Bridgespiel hat 52 Karten, aufgeteilt in je 13 Pic-, Coeur-, Treffle- und Karo-Karten, verteilt an 4 Spielende. Jedes Jahr – jedes Spiel mit gleicher Anzahl. Und doch wird jedes neu gemischt, einzigartig, jedes anders – vielfältig wie wir Menschen. 

Weil wir trotz aller Verschiedenheit gemeinsam spielen, besteht unser Bridgeclub. Und Anne, du spielst immer mit! 

Die Freude am Spiel möge uns allen nie versiegen!

Schaffhausen im Oktober 2019, Text Silvia Mathieu, Bilder diverse Personen.

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